Die Restaurierung des Schälismühle - Ensemble


Die Renovation des Adam Zeltner-Hauses

Das Adam Zeltner-Haus wurde sanft und massvoll renoviert. Alle Räume wurden im Grundriss belassen, die zwar nur noch andeutungsweise vorhandenen Ausstattungen (zum Beispiel Deckengestaltung) wurden durch Fachhandwerker ergänzt und nachempfunden. Die Küche im Erdgeschoss ist für kleine Anlässe eingerichtet; sie ist aber auch geeignet als Transitküche, wo Catering- oder Gastro-Unternehmen eine Veranstaltung voll bedienen können. Die Geschosse sind mit einem Personenlift voll erschlossen, so dass auch behinderte Besucherinnen und Besucher das ganze Adam Zeltner-Haus benützen können. Einzelne Räume im ersten und zweiten Geschoss werden auch Dauermietern zur Verfügung stehen. Gedacht sind etwa Büros und Ateliers. Die Mieteinnahmen sollen mithelfen, die Betriebskosten der bei-den Gebäude mitzufinanzieren. Für die Benützung und Vermietung der Räume im Adam Zeltner-Haus und der Sankt Jakobs-Kapelle ist der „Verein der Freunde der Schälismühle“ und dort vor allem der „Schälismüller von heutzutage“, Heinrich Kissling, Oberbuchsiten, zuständig.

Bericht von Paul Koelliker, Niederbuchsiten

Umgebung und Gärten der Schälismühle

Zum Ensemble Adam Zeltner-Haus, Sankt Jakobs-Kapelle und Mühle hat in früherer Zeit immer ein Garten östlich der Kapelle gehört. Auf den alten Karten von 1746 und 1748 ist ein rechteckiger Baumgarten zwischen Mühle und neuer „Ribi“ eingetragen. Dominante Einzelbäume, die Brücken und mit Dünnern und Dorfbach das fliessende Wasser, gehörten zum Bild der Gebäudegruppe. Kurz nach 1900 wurde der Garten auf dem Grundstück 1606 (Lageplan 1893 S. 20) gegenüber der Kapelle vom neuen Besitzer Johann Hablitzel in barocker Art mit geschnittenen Buchshecken und einer Randbepflanzung neu gestaltet. Der Ausblick nach Süden auf die Dünnern und Niederbuchsiten blieb frei. An der Aussenwand des mit Zinnen bekränzten neuen Gartenpavillons aus Backsteinmauerwerk (Foto von 1939 S. 35) präsentierte sich der Wappenstein der Schälismüller-Familie Bloch von 1742. Bei der Güterzusammenlegung von 1964 wurde der verwilderte Garten aufgegeben. Das Foto von 1952 (S. 83) zeigt nördlich der Sankt Jakobs-Kapelle eine mit Natursteinen eingefasste Rabatte mit Einzelbaum und rundem Blumenbeet. Die neue Umgebung von Adam Zeltner-Haus und Sankt Jakobs-Kapelle ist nach funktionellen Gesichtspunkten wieder geometrisch gestaltet worden. Eine alte Esche wurde in die neue Gestaltung integriert. Buchshecken am Rand des Grundstücks und eine Eschenreihe im Westen bilden nun die Grenze zum Industriegebiet. Dank dem Entgegenkommen des Nachbarn Felix Jeanmaire (casa fidelio) konnte das Rechteck der Sitzelemente um das noch bestehende Mühlefundament so ausgeführt werden, dass es ungefähr dem Grundriss der alten Mühle entspricht. Die Kapelle liegt in einem Grünstreifen mit einer Buchenreihe entlang der Schälismühlestrasse.

Bericht von Georges Bürgin, Oberbuchsiten