Genossenschaft Schälismühle


Eröffnung der Schälismühle

Die beiden historisch bedeutsamen Gebäude bei der Schälismühle, das Adam Zeltner-Haus und die Sankt Jakobs-Kapelle, wurden am Samstag, 10. Juni 2006 offiziell und feierlich eingeweiht und der Öf-fentlichkeit übergeben. Die Öffentlichkeit sind zum Beispiel auch die Einwohner von Oberbuchsiten. Die beiden Gebäude „ennet“ dem Bahnhof, die jetzt wieder in neuem Glanze erstrahlen, sollen als Gäuer Forum Schälismühle zur Begegnung und Gemeinschaft für alle da sein: Für Versammlungen, Tagungen und Seminare, für private und öffentliche kleine und grosse Feiern, für Ausstellungen, auch stilvolle Kammerkonzerte und Events aller Art, mit oder ohne Gastronomie. Das grosse Haus mit der stilvoll renovierten Adam Zeltner-Stube, dem geräumigen imposanten Dachstock und dem lauschigen Laubengang bieten dafür Raum und Stimmung. Die Verbindung zur Sankt Jakobs-Kapelle mit ihrer langen Geschichte zeichnet das neu erstandene Gäuer Forum Schälismühle in besonderem Mass aus.

Zweifel, Ansporn und Begeisterung

In den letzten sieben Jahren vor der Eröffnung des Gäuer Forum hat sich die Genossenschaft Schäli-mühle unter Führung von Präsident Urs Leo Hammer, der ja selbst im Schälismühle-Quartier von Ober-buchsiten wohnt, zur ambitiösen Aufgabe gemacht, die beiden traurigen Ruinen bei der Schälismühle zu renovieren und mit neuem Leben zu füllen. Gut fünfzig Genossenschafterinnen und Genossenschafter aus der direkten Umgebung, darunter auch einige Firmen, haben sich 1999 zusammen getan und das Vorhaben ersonnen, geplant, beschlossen, Geld zusammen getragen und auch richtiggehend erbettelt. Natürlich kamen im Laufe der verschiedenen Etappen, vor allem bei den Mitgliedern des Vorstandes, auch immer wieder Zweifel und Skepsis auf. Das Projekt war auch für die beigezogenen erfahrenen Baufachleute und sehr kompetenten Unternehmer eine besondere Herausforderung. Die immer wieder unternommenen kleinen Fortschritte und die auch nur bescheidenen Erfolge bedeuteten Ansporn und lösten neue Begeisterung und Motivation zum Durchhalten aus. Im Herbst 2003 konnte die sehr aufwändige Aussenrenovation abgeschlossen werden. Sie war zuerst nötig, weil das Haus definitiv nicht mehr winterfähig war. Die anschliessende Innenrenovation dauerte fast zwei Jahre und die Umgebungsarbeiten konnten kurz vor der Eröffnung beendet werden. Das ganze Projekt wurde von Anfang an von Dr. Samuel Rutishauser, Denkmalpfleger des Kantons Solothurn massgeblich gefördert, unterstützt und jederzeit begleitet. Die beiden Gebäude wurden bekanntlich auch unter kantonalen Denkmalschutz gestellt.

Transitküche und Personenlift

Das Adam Zeltner-Haus wurde sanft und massvoll renoviert. Alle Räume wurden im Grundriss belassen, die zwar nur noch andeutungsweise vorhandenen Ausstattungen (zum Beispiel Deckengestaltung) wurden durch Fachhandwerker ergänzt und nachempfunden. Die Küche im Erdgeschoss ist für kleine Anlässe eingerichtet; sie ist aber auch geeignet als Transitküche, wo Catering- oder Gastro-Unternehmen eine Veranstaltung voll bedienen können. Die Geschosse sind mit einem Personenlift voll erschlossen, so dass auch behinderte Besucherinnen und Besucher das ganze Adam Zeltner-Haus benützen können. Einzelne Räume im ersten und zweiten Geschoss werden auch Dauermietern zur Verfügung stehen. Gedacht sind etwa Büros und Ateliers. Die Mieteinnahmen sollen mithelfen, die Betriebskosten der beiden Gebäude mitzufinanzieren. Für die Benützung und Vermietung der Räume im Adam Zeltner-Haus und der Sankt Jakobs-Kapelle ist der „Verein der Freunde der Schälismühle“ und dort vor allem der „Schälismüller von heutzutage“, Heinrich Kissling, Oberbuchsiten, zuständig.